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Jürgensen, Julius
 
  
 
  
 
 
Persönliche Angaben
 
Geburtsdatum:01.04.1896
Geburtsort:Flensburg
Todesdatum:06.11.1957
Beruf:Arbeiter
  
 
Letzte bekannte Adresse:
Tangstedter Landstraße 312
2000 Hamburg-Langenhorn
  
 Vita:


(Die persönlichen Angaben beruhen auf Auskünften der jeweiligen Person bzw. den angegebenen Quellen und werden grundsätzlich nur bis zum Ende ihres Mandats aktualisiert.)
  
 
Ergänzung zur Vita:
Wohnte 1946 in Flensburg, Parteifunktionär, geb. am 1.4.1896 in Flensburg, gest. 6.11.1957 in Ost-Berlin, verh., Hausdiener, dann Fabrikarbeiter, 1915-1918 Militärdienst, seit 1920 Mitglied der KPD, seit 1926 auf der Insel Sylt, in Westerland Gründer der KPD-Ortsgruppe, 1929-1933 Stadtverordneter ebenda, 1931-1933 Leiter des KPD-Arbeitsgebiets Sylt, März 1933 mit der Leitung des illegalen KPD-Unterbezirks Sylt beauftragt, April bis November 1933 KZ Glückstadt, dann illegaler Arbeiter in Schleswig-Holstein, Verbindungsmann zur KPD-Abschnittsleitung Nord in Kopenhagen, 1935 nach Dänemark emigriert, in Kopenhagen Leiter und Funktionär in der KPD-Emigrationsleitung sowie Leiter des Flüchtlingskomitees der Roten Hilfe, 1936 als Kriegsfreiwilliger in Spanien, dort Ausbilder an der Artillerieschule Albacete, 1938 Ausbürgerung mit seiner Familie aus Deutschland, 1939-1940 interniert in Frankreich, anschließend nach Deutschland verschleppt, 1944-1945 KZ-Aufenthalt in Buchenwald und Mitglied einer illegalen Lagerleitung. 1945 Mitglied der neu gegründeten KPD-Bezirksleitung Wasserkante, dann der daraus entstandenen Landesleitung Schleswig-Holstein, 1950-1956 Mitglied und bis 1954 Abteilungsleiter Landwirtschaft im KPD-Parteivorstand Düsseldorf, 1954-1956 Mitglied der Parteikontrollkommission, nach dem KPD-Verbot in die DDR übergesiedelt, Mitglied der SED und Mitarbeiter am Institut für Marxismus-Leninismus, Träger der Hans-Beimler-Medaille und seit 1957 Inhaber des Vaterländischen Verdienstordens der DDR.

Literatur: Institut für Zeitgeschichte (Hg.): Dokumente des Widerstandes. Ein Beitrag zum Verständnis des illegalen Kampfes gegen die Nazidiktatur, 1948; Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Immigration nach 1933, Bd. 1, München 1980, S. 337, auch in DBA NF, Fiche 664, Nr 343; Martin Schumacher (Hg.): MdL. Das Ende der Parlamente und die Abgeordneten der Landtage und Bürgerschaften der Weimarer Republik in der Zeit des Nationalsozialismus. Politische Verfolgung, Emigration und Ausbürgerung 1933-1945. Ein biographischer Index. Düsseldorf 1995, S 583.

(Quelle: Recherchen von Claus Heinrich Bill i.A. des Schleswig-Holsteinischen Landtages, Stand: 1997)
 
Weitere Informationen zu dieser Person siehe Ergebnis der geschichtswissenschaftlichen Aufarbeitung der personellen und strukturellen Kontinuität nach 1945 in der schleswig-holsteinischen Legislative und Exekutive des Instituts für schleswig-holsteinische Zeit- und Regionalgeschichte im Auftrag des Schleswig-Holsteinischen Landtages.
 
 Mandate und Mandatsfunktionen
 
 Schleswig-Holsteinischer Landtag
 
Wp.vonbisFunktionWahlkreisListeNachgerückt
1. ernannter Landtag26.02.194611.11.1946Abgeordnete/r   
2. ernannter Landtag02.12.194619.04.1947Abgeordnete/r   
 
 Fraktionsmitgliedschaften
 
 Schleswig-Holsteinischer Landtag
 
Wp.FraktionFunktionvonbis
1. ernannter LandtagKPDFraktionsmitglied26.02.194611.11.1946
2. ernannter LandtagKPDFraktionsmitglied02.12.194619.04.1947
 
 Ausschussmitgliedschaften
 
 Schleswig-Holsteinischer Landtag
 
Wp.NameFunktionvonbis
1. ernannter LandtagAusschuss für Wirtschaft und VerkehrMitglied26.02.194611.11.1946
2. ernannter LandtagAusschuss für Ernährung und LandwirtschaftMitglied02.12.194619.04.1947
2. ernannter LandtagAusschuss für WahlrechtMitglied02.12.194619.04.1947
2. ernannter LandtagUntersuchungsausschussMitglied02.12.194619.04.1947
 


 Quelle: Landtagsinformationssystem Schleswig-Holstein (LIS-SH); Stand: 17.12.2018
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Informations- und Dokumentationseinrichtungen des Schleswig-Holsteinischen Landtags
 

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